SAP PI/PO End of Life: Migrations-Checkliste für einen reibungslosen Wechsel
SAP beendet den Support für PI/PO. Wer jetzt nicht plant, migriert später unter Zeitdruck. Unsere Checkliste führt in vier Phasen von der Bestandsaufnahme bis zum Go-Live - damit kein Interface und kein Handelspartner unter den Tisch fällt.


SAP hat das Ende der Standard-Wartung für SAP PI/PO angekündigt. Was das für den Zeitplan bedeutet, haben wir bereits im Artikel SAP PI/PO Wartungsende End of Life 2027 im Detail beschrieben. Diese Checkliste ist die praktische Ergänzung dazu: eine Vorlage, mit der ihr eure eigene Migration strukturiert angehen könnt – in vier Phasen, von der Bestandsaufnahme bis zum Go-Live.
Ihr könnt die Liste 1:1 als internen Projektplan nutzen oder als Grundlage für ein Erstgespräch mit uns – beides funktioniert.
Phase 1: Bestandsaufnahme
Bevor irgendetwas migriert wird, muss klar sein, was überhaupt im Einsatz ist. Viele PI/PO-Landschaften sind über Jahre gewachsen – nicht jedes Interface, das läuft, wird auch noch gebraucht.
- Alle aktiven Interfaces und Schnittstellen in PI/PO inventarisiert
- Handelspartner und Nachrichtentypen je Interface dokumentiert
- Nicht mehr benötigte oder verwaiste Interfaces identifiziert (Altlasten aussortieren)
- Abhängigkeiten zu anderen SAP- und Non-SAP-Systemen erfasst
- Aktuelle Supportlaufzeit und relevante Fristen intern kommuniziert
Phase 2: Planung & Zielarchitektur
Erst wenn der Ist-Zustand klar ist, lässt sich sinnvoll planen: Welche Zielplattform passt, in welcher Reihenfolge wird migriert, und mit welchem Zeit- und Budgetrahmen ist realistisch zu rechnen?
- Zielplattform festgelegt (z. B. SEEBURGER BIS, SAP Integration Suite, Hybrid-Modell)
- Priorisierung der Interfaces nach Geschäftskritikalität
- Migrationsreihenfolge (Wellen/Batches) definiert
- Ressourcen- und Zeitplan mit Puffer für Testphasen erstellt
- Budget für Migration und ggf. parallelen Betrieb freigegeben

Ihr steht vor der PI/PO-Migration und wollt wissen, wie viel Zeit euch realistisch bleibt? Wir erstellen mit euch eine priorisierte Migrations-Roadmap für eure Interfaces. Jetzt Termin vereinbaren.
Phase 3: Umsetzung
In dieser Phase passiert die eigentliche technische Arbeit – und hier zeigt sich, ob die Planung aus Phase 2 trägt.
- Interfaces gemäß Migrationsreihenfolge auf Zielplattform überführt
- Mapping- und Prozesslogik auf Zielsystem nachgebildet und dokumentiert
- Testumgebung mit realistischen Testdaten je Handelspartner aufgesetzt
- Regressionstests für migrierte Interfaces durchgeführt
- Betroffene Handelspartner über Umstellungstermine informiert
Phase 4: Go-Live & Nachbereitung
Der Go-Live ist nicht der Schlusspunkt, sondern der Anfang des Regelbetriebs auf der neuen Plattform. Wer diese Phase sauber abschließt, tut sich bei der nächsten Migrationswelle leichter.
- Go-Live-Fenster mit Rollback-Plan definiert
- Erhöhtes Monitoring in den ersten Tagen nach Umstellung sichergestellt
- Altsystem (PI/PO) nach Übergangsfrist kontrolliert abgeschaltet
- Lessons Learned dokumentiert für weitere Migrationswellen
- Laufender Betrieb der neuen Plattform (Monitoring, Support) organisiert
Fazit
Eine PI/PO-Migration wird selten an der Technik allein zum Risiko, sondern daran, dass Interfaces, Zuständigkeiten und Fristen nicht vollständig erfasst sind. Wer die vier Phasen sauber durchgeht, behält auch bei mehreren parallelen Migrationswellen den Überblick.

